Skitour
Piz Vadret, 3199 m
Anspruchsvoller Skigipfel mit großartiger Abfahrtsvariante
Muottas Muragl – Tschimas da Muottas – Fuorcla Val Champagna – Piz Vadret – Val Champagna – Samedan

Talort: Samedan, 1721 m. Haltestelle der Rhätischen Bahn.
Ausgangspunkt: Von Samedan Richtung Berninapaß nach Punt Muragl (4 km). Talstation der Standseilbahn (1736 m). Mit der Standseilbahn zur Bergstation Muottas Muragl, 2453 m.
Höhenunterschied: 746 Hm im Aufstieg; 1487 Hm in der Abfahrt.
Gehzeiten für den Aufstieg: Muottas Muragl – Fuorcla Val Champagna 1½ Std., Fuorcla Val Champagna – Piz Vadret 1½ Std.; Gesamtzeit 3Std.
Anforderungen: Steile Hänge im Aufstieg und in der Abfahrt. Vom Skidepot zum Gipfel steil und ausgesetzt (I). Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich.
Hangrichtung: Aufstieg vorwiegend West, Abfahrt Nordwest.
Lawinengefährdung: Erhebliche Schneebrettgefahr nach stärkeren Schneefällen mit Windverfrachtung. Nur bei stabilen Schneeverhältnissen!
Orientierung: Auch an schönen Wochenenden nicht immer begangen. Die Orientierung ist jedoch verhältnismäßig einfach.
Günstige Zeit: Februar – April.
Variante: Piz da las Sterlas (Südgipfel, 3175 m). Unschwierig, ½ Std. kürzer.

Literatur:
Dieser Tourenvorschlag ist dem Rother Skiführer
Engadin von Rudolf und Siegrun Weiss entnommen.



Am Ende des breiten und aussichtsreichen Höhenrückens Tschimas da Muottas sieht man den gesamten Anstieg zum Piz Vadret ein: Er führt durch die steile Mulde in den Sattel und nach rechts über den Grat zum Gipfel.
Von Muottas Muragl in der Flanke des Höhenrückens Tschimas da Muottas, später über diesen Rücken bis zur Fuorcla Val Champagna (2803 m). Rechts der felsigen Begrenzung über den steilen Gletscher zu einer überraschend weiten Mulde. Nach rechts möglichst hoch mit Ski ansteigen. Skidepot. Über eine Flanke erreicht man einen Grat und über diesen in Std. den Gipfel.
Die Abfahrt folgt nur kurz dem Anstiegsweg. In einer Höhe von etwa 3100 m kann man nach rechts in ein steiles und enges Tälchen einfahren. Durch dieses erreicht man das Champagnatal, das nichts mit dem köstlichen Getränk gemeinsam hat außer der Ableitung des Namens (Campus = Feld, Ebene). Bei gutem Firn wechselt man nach rechts in die prachtvolle weite Südwestflanke ein. In einer Höhe von etwa 2200 m zurück auf die linke Talseite und neben der Ova da Val Champagna auf einem Alpweg talaus. Bei einem Brücklein, schon fast im Talboden (1757 m), hält man sich links und fährt durch lichten Wald zu einem Bauernhaus: Acla Chuoz (1712 m).
Die Rückkehr zum Ausgangspunkt:
a) Man wandert in der Nähe des Flughafens über die Ebene (Champagna!) und einen kleinen Gegenanstieg zurück bis Punt Muragl (1 Std.).
b) Man folgt dem Fahrweg um das Nordende des Flugplatzes herum und weiter, bis ein Fußweg nach rechts abzweigt. Er quert die belebte Fahrstraße und den Inn auf einer Überführung. Nach links einbiegend errreicht man in wenigen Minuten den Bahnhof Samedan (40 Min.).
c) Die bequemste Möglichkeit: Man läßt sich abholen. Die Fahrstraße führt am westl. und nördl. Rand des Flugplatzes vorbei nach Acla Chuoz.
Variante: Piz da las Sterlas (3175 m, Südgipfel). Aus der erwähnten flachen Mulde nach links. Über einen kurzen Steilhang mit Ski zum Gipfel.