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Talort:
Maurach am Achensee, 974 m.
Ausgangspunkt: Erfurter
Hütte, 1831 m, an der Bergstation der
Rofan-Seilbahn.
Endpunkt: Wiesing, 620
m, im Inntal. Rückkehr zur Talstation
der Rofan-Seilbahn mit Linienbus
(Abfahrtszeiten 12.50, 13.52, 15.04,
17.00 Uhr, Fahrzeit knapp 20 Min.).
Gehzeiten: Erfurter
Hütte Grubascharte 1 Std.,
Grubascharte Rofanspitze ½ Std.;
insgesamt 1½ 2 Std.
Höhenunterschied: 450 m
im Aufstieg, 1630 m bei der Abfahrt.
Anforderungen:
Skitechnisch relativ einfacher Aufstieg
mit einer kurzen, etwas steileren
Engstelle an der Grubastiege. Die Abfahrt
dagegen ist anspruchsvoll und weist
einige Steilhänge und Eng- stellen auf.
Hangrichtung: Im
Aufstieg südwestseitig, in der Abfahrt
südost- bis südwestseitig.
Lawinengefährdung: Insbesondere
nach Neuschneefällen und
Windverfrachtung, aber auch bei
Erwärmung lawinengefährdet. Daher am
besten bei Firn und nach kalter Nacht.
Neuralgische Punkte sind der Gipfelhang,
die Verengung bei der Schermsteinalm
sowie die Steilhänge unter Sonnwendjoch
und Ebner Joch.
Orientierung: Oft
gespurt, daher recht einfach. Bei
schlechter Sicht und fehlenden Spuren
für Ortsunkundige allerdings schwierig
und gefährlich.
Günstige Zeit: Februar
März.
Literatur: Dieser
Tourenvorschlag ist dem Rother Skiführer
Bayerische
Alpen von
Robert Demmel / Norbert Schneider entnommen. |
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Unterwegs im Miniaturgebirge: Die Wege
im Rofan sind so kurz, daß wir schon bald nach dem
Aufbruch an der Erfurter Hütte rechts hinten die
Rofanspitze sehen. |
| Die Tour zur
Rofanspitze ist das Aushängeschild dieses kleinen
Bergstockes über Achensee und Inntal. Mit Recht, denn
sie bietet wirklich alles, was eine genußreiche
Frühlings-Firntour braucht. Zunächst natürlich einen
kurzen Aufstieg der Großteil erfolgt sozusagen
auf dem Luftweg, via Drahtseil mit der Rofan-Seilbahn.
Sodann ein Gipfelpanorama, bei dem man sich leicht den
Hals verrenkt: vom Kaiser über die Loferer und Leoganger
Steinberge, die Berchtesgadener Alpen, Tauern,
Zillertaler und Tuxer Alpen bis ins wild gezackte
Karwendel. Und zum krönenden Abschluß eine großartige,
nicht enden wollende Abfahrt hinunter nach Wiesing
das Sahnehäubchen eben. All diese Vorzüge haben sich
natürlich herumgesprochen in den Kreisen der
skifahrenden Zunft, und so kommt es, daß die Tour bei
Schönwetter regelmäßig geradezu überlaufen ist.
Selber schuld, wer der Rofanspitze unbedingt am
Wochenende den Buckel runterrutschen muß. Wir jedenfalls surren unter der Woche mit der
Rofan-Seilbahn der Erfurter Hütte
entgegen und ziehen nach einer kurzen Abfahrt in den
Kessel östlich des Gschöllkopfes die Felle auf. Durch
die kurze Engstelle der Grubastiege steigen wir nach
Osten hinauf auf das weite Plateau der Gruba und folgen
der Spur in nordöstlicher Richtung unter dem Roßkopf
hindurch zur Grubascharte. Der letzte
Hang unter der Scharte ist schon ein bißchen steiler und
bereitet uns so auf die jenseits ansetzende Querung über
den steilen Hang zur Rofanspitze vor.
So, das wars schon mit
Aufstiegsmühen, nun heißt es Rasten und Schauen, bis
der Firn die richtige Tiefe hat zwei bis drei
Zentimeter wären gerade recht. Dann stürzen wir uns
hinein in den weißen Rausch, stets allerdings mit zwei
wachsamen Augen, denn die Abfahrtshänge und angrenzenden
Flanken sind alles andere als lawinensicher. Über den
prallen und steilen Südhang der Rofanspitze schwingen
wir hinab zu einem einzelnen Hüttchen. Am besten halten
wir uns dort erst einmal an einen nach rechts
abstreichenden Rücken und durch einen Graben hinab zur
Schermsteinalm. Dort kurven wir durch das Tälchen hinaus
zu einem Steilhang, der direkt unter dem Sonnwendjoch
nach Westen, zwischen Felsabbrüchen hindurch, zu dem
Hang oberhalb der Alpiglalm leitet. Geradewegs nach
Süden an den Hütten vorbei, verengen sich die Wiesen in
einen steilen Graben hinein. Unterhalb einer Hütte
verlassen wir dieses Kanonenrohr auf einem Almweg nach
rechts hinüber in das Kar unter dem Ebner Joch.
Anfänglich noch durch die Karmulden und lichten Wald
hinab, treffen wir bald auf einen Forstweg, auf dem wir
rechtshaltend die freien Böden oberhalb Wiesing
erreichen. Noch einige letzte Schwünge zu deren unterem
Ende und eine letzte Schußfahrt auf der
Forststraße nach Südwesten, dann hat leider auch dieses
Vergnügen ein Ende.
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