Die Zahl der winterlichen Tourengeher hat sich in den letzten 20 Jahren vervielfacht. Immer mehr Menschen steigen von der Piste auf den Tiefschnee um, und immer weniger dieser Begeisterten kommen aus den Kreisen der Bergsteiger. Sie bringen deshalb oft nicht das nötige alpine Wissen mit. In den winterlichen Bergen sind die Gefahren jedoch viel größer und ernster als zur warmen Jahreszeit. Und auf die Dauer lebt nur jener sicher, der sich ein fundiertes Können und Wissen angeschafft hat.
Genau das möchte das neue Lehrbuch vermitteln. Sehr grundlegend wird auf Themen wie Charakter der winterlichen Berge, Beurteilung der herrschenden Verhältnisse, Lawinenkunde und Verhalten bei Lawinengefahr, Orientierung in unberührtem Gelände, Planung einer Tour und sinnvolle Durchführung, Gehen im Steilgelände, Einstellen auf die Gefahren wie Nebel, Gletscher, Wächten usw. eingegangen.
Der Autor Dieter Seibert verfaßte bereits sechs Skiführer und -bücher, ist also ganz bestimmt ein Mann der Praxis. Das schlägt sich auch in dieser Lehrschrift nieder. Hier wird alle komplizierte Theorie vermieden, z.B. der unsinnige Versuch unterlassen, das Schwingen und Fahren mit kunstvollen Worten wie "Drehimpuls" und "Rotation" lehren zu wollen. So etwas kann der Laie nie aus einem Buch erlernen! Statt dessen wird viel Gewicht darauf gelegt, erst einmal die Augen überhaupt für die anfallenden Probleme und für die Gefahren zu öffnen, die innere Einstellung der Skitourengeher in eine vernünftige Richtung zu lenken, um dann zu zeigen, wie man die Dinge sinnvoll anpackt.
Denn nicht nur die gute Ausrüstung und die moderne Technik alleine können auf die Dauer vor Schaden bewahren, sondern nur ein grundsolides Können und Wissen, Vernunft und überlegtes Handeln.
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