Eingebettet zwischen Gardasee im Süden, Ortlergebirge im Nordwesten und westlich der Etsch - also von den eigentlichen Dolomiten getrennt, lockt die Brentagruppe den Bergsteiger mit reizvollen Aussichtsbergen und schönen Klettertouren. Das bis zu 1000 m mächtige Dolomitengestein der Brentaberge läßt besonders für den Kletterer keinen Wunsch offen. Gleich ob er sich an die fast senkrechte, 900 m hohe Plattenwand des Croz dell'Altissimo (2339 m) wagt oder am Campanile Basso (2883 m), dem vielleicht schönsten Felsturm, unter einer der 14 Routen wählt, er wird begeistert sein vom meist griffigen und festen Gestein und von der besonderen Eigenart des Brentafels: Bänder oder Terrassen, die ganze Wandflucht durchziehen und als willkommene Standplätze und Gelegenheit für die optimale Routenwahl geschätzt werden.
Mit der Erstbesteigung des mit 3173 m höchsten Gipfels, der Cima Tosa, hat im Jahre 1865 eine noch nicht abgeschlossene Erschließung des Brentagebietes eingesetzt, die aber doch in den letzten Jahren durch eine Vielzahl von Neutouren dazu führte, daß die Brentagruppe aus dem Schatten des berühmten Nachbarn, der Dolomiten, herausgetreten ist.
Heinz Steinkötter, Wahltrientiner, Gebietskenner und bekannter Alpinist, hat während 400 Wanderkilometer die meisten Routen fotografisch erfaßt und ihm gelangen an die 100 Kletterführen mit zahlreichen Erst- und Winterbegehungen.
Der neue AVF Brentagruppe bietet allen Bergfreunden Einblick in eine abwechslungsreiche Dolomitenlandschaft und wird besonders für die Kletterer ein nützlicher, wenn nicht unentbehrlicher Begleiter sein.
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