Leserzuschriften



Liebe Leser/innen,
An dieser Stelle werden sämtliche Leserzuschriften der letzten Jahre veröffentlicht. Damit können all diejenigen, die mit einer älteren Ausgabe dieses Titels unterwegs sind, mögliche Veränderungen und Abweichungen nachvollziehen. Bei Neuauflagen werden die Hinweise aus Leserzuschriften selbstverständlich geprüft und gegebenenfalls berücksichtigt.

Wanderführer Fichtelgebirge
02.05.2009

Im Zuge einer verlängerten Wochenend-Wandertour konnten wir mit dem Wanderführer gewohnt gute Erfahrungen machen. Zwei Anmerkungen sind aus unserer Sicht dennoch zu treffen.

Tour 12 – Zu den Kletterfelsen rund um Pfaben
Die „gesicherte Steiganlage“ zum Saubadfelsen fanden wir am 27.04.2009 in einem ruinösen Zustand vor, der offenkundig nicht erst seit kurzer Zeit besteht. An der Treppe zur Gipfelplattform fehlten die Geländer ebenso wie auf der Plattform selbst; auch eine Stufe war defekt. Ein verblichenes und zerrissenes rot-weißes Band auf dem Weg aus Richtung Waldhaus sollte offenbar Besucher vom Aufstieg abhalten, was aber angesichts der gleich dahinter sichtbaren Informationstafeln wenig wirksam war. In ihrem gegenwärtigen Zustand ist die Begehung des Saubadfelsens beim besten Willen nicht zu empfehlen.

Tour 14 – Von der Luisenburg zur Kösseine
Die Zeitangabe für den Weg vom Eingang in das Felsenlabyrinth bis zur Kösseine ist mit den angegebenen zwei Stunden zu knapp. Eine Stunde für das Felsenlabyrinth ist realistisch, wenn auch nicht reichlich, zumal „Staus“ bei erhöhtem Publikumsaufkommen sowie Abstecher (gelbe Markierung) einzukalkulieren sind. Kaiser- und Burgsteinfelsen kosten zusätzlich Zeit, ganz abgesehen vom Haberstein. Außerdem geht es ab dem Burgsteinfelsen noch mal kräftig bis auf ca. 800 m NN hinab, ehe der recht steile Schlussanstieg zur Kösseine folgt. Wir haben am 25.04.2009 ohne Haberstein 2 h 10 min gebraucht und finden mit diesem 2 h 30 min als angemessen. Die halbe Stunde kann bei einem nachmittäglichen Aufbruch (wir sind 14.40 Uhr in Bad Alexandersbad gestartet und waren 19.20 Uhr zurück) wichtig sein, um sich mit der Dunkelheit nicht zu verkalkulieren.

Seite 15 – Wege und Karten
Die Wege sind zumeist, aber keineswegs durchweg bestens markiert, wie der Abstieg von der Kösseine nach Bad Alexandersbad teilweise über unmarkierte Forstwege zeigte. Hinsichtlich der Wanderkarten haben uns die beiden Blätter
- Naturpark Fichtelgebirge – westlicher Teil und
- Naturpark Fichtelgebirge – östlicher Teil, Naturpark Steinwald
des Bayerischen Landesvermessungsamtes im Maßstab 1:50.000 mehr als die Fritzsch-Karten überzeugt und sollten als Alternativen genannt werden.

Prof. Dr. Andreas Berkner
01.05.2009

Zur Tour Nr. 33: Zur romantischen Burg Lauenstein
Im Buch wird als Markierung eine grüne 4 genannt, in Klammern steht das im Zuge der Neuordnung des Wanderwegenetzes bis zum Jahr 2008 mit dreistelliger Zahl ummarkiert wird. Wir haben uns demzufolge nach einer 400 oder 004 umgesehen, konnten aber nichts als eine gerade noch lesbare 4 an Mauern und Bäumen finden. Darunter waren allerdings noch augenscheinlich neue Markierungen angebracht, unter anderem auch ein blaues Kreuz mit der Aufschrift Burgenweg. Da wir ja zur Burg Lauenstein gelangen wollten folgten wir eben dieser Markierung und mussten feststellen, dass es bis auf ein Paar Änderungen im Wegverlauf die richtige Entscheidung war. Man wandert dadurch aber nicht mehr durchs Dörfchen Ebene sondern umgeht es und kommt direkt beim Gasthaus "Goldener Löwe" an der Burg in Lauenstein heraus. Dies erspart den steilen Auf- und Abstieg zur Burg. Es ändert sich bei anderem Wegverlauf natürlich auch die Gehzeit und Weglänge von ca. 4 auf 5 Std. und von 15 auf 20 km.

Bei der Tour 40 - Die Wasserscheide Rhein/ Elbe bei Bad Steben ist ebefalls der neuen Markíerung mit der Aufschrift Seifengrundweg zu folgen. Ansonsten gibt es hier aber keine nennenswerten Änderungen.

Zur Tour 4 = Zum Hainberg. Die Markierung in Asch lässt sich nur sehr schwer finden, erst wenn man dann an der Kirche vorbei kommt wird es wieder besser. Außerdem ist das Gasthaus auf dem Hainberg geschlossen. Es sieht aus als hätte es darin einmal einen Brand gegeben.

Zur Tour 5 = Zum großen Kornberg. Die Markierung vom alten Pfarrhaus zu dem im Text beschriebenen Parkplatz ist sehr schlecht, um nicht zu sagen katastrophal. Wir hatten dann einen Weg genommen der ungefähr in die Richtung ging in die wir mussten und das war zur Freude aller auch der richtige. Nachdem man an der Ruine Hirschstein vorbei war kommt man demnächst zu einem Wegedreieck. An diesem soll laut Karte gleich unmittelbar ein Weg mit zwei Markierungen abzweigen. Erst einige Meter weiter zweigt dann rechts der gewünschte Weg Richtung Spielberg ab. Auf dem Rückweg vom Merzenhaus nach Schönwald ist praktisch gar keine Markierung mehr da. Folgedessen hatten wir uns hier dann auch total verfranzt. Mit ein bischen Orientierungssinn haben wir den Parkplatz dann schon noch gefunden. Alles in allem würde ich meines Erachtens sagen, dass diese Tour dringend neu markiert werden müsste!

Zur Tour 31 = Rund um Röslau. Hier passt die Wegbeschreibung und der eingezeichnete Weg in der Karte nicht mit der Wirklichkeit überein. So läuft man z.B. beim Erreichen des Ortsteiles Thusmühle wieder ortseinwärts statts geradeaus weiter. Desweiteren ist der in der Karte eingetragene Zwölfgipfelblick nicht der mit 596m hohe Berg sondern der mit 602m gekennzeichnete.

Mit freundlichen Grüßen, Dominik Schaller