Leserzuschriften



Liebe Leser/innen,
An dieser Stelle werden sämtliche Leserzuschriften der letzten Jahre veröffentlicht. Damit können all diejenigen, die mit einer älteren Ausgabe dieses Titels unterwegs sind, mögliche Veränderungen und Abweichungen nachvollziehen. Bei Neuauflagen werden die Hinweise aus Leserzuschriften selbstverständlich geprüft und gegebenenfalls berücksichtigt.

Wanderführer Azoren
20.08.2010

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Juli 2010 haben wir einen wunderbaren Urlaub auf den Azoren verbracht. Auf den Inseln Sao Miguel, Terceira, Faial und Pico haben wir sehr schöne Wanderungen aus Ihrem Wanderführer gemacht und so viele schöne Ecken der Inseln gesehen.

Bei Wanderung 12 auf Sao Miguel sahen wir uns mit dem eigentlich beschriebenen Weg allerdings bei der Umrundung der ersten Halbinsel deutlich überfordert, da weder eine Trittspur entlang des Seeufers zu erkennen war, noch man am Strand entlang gehen konnte (siehe Photo). Uns wie auch einigen anderen Wanderern erschien die Verletzungsgefahr hier zu groß, so dass wir etwa auf halbem Weg zum Bootssteeg umgekehrt sind und dann auf einer gut erkennbaren Trittspur bergan die erste Halbinsel abgeschnitten haben (siehe Photo). Auf der zweiten Halbinsel kann man dann wirklich bequem am Strand entlang laufen. Der angegebene Endpunkt der Wanderung war allerdings trockenen Fußes an dem Tag nicht zu erreichen, da der zweite Bachlauf deutlich zu viel Wasser führte. Man hätte schon Badesachen gebraucht.
Die erwähnte Holzleiter ist in dem Wanderführer übrigens noch mit sieben Trittstufen abgebildet. Mittlerweile hat sie allerdings nur noch drei und ist auch sonst nicht mehr in sehr gutem Zustand.
An den Stränden des Lagoa do Fogo wird übrigens gebadet und das Wasser sah auch sehr verlockend aus, ob das allerdings erlaubt ist, wissen wir nicht.

Zu Wanderung 24 auf Pico: Die Gruta das Torres hatte jetzt im Sommer auch über Mittag geöffnet, so dass man sich nicht ganz so hetzten muss, wenn man diese Wanderung mit dem Grottenbesuch bei einem Tagesbesuch auf Pico verbinden will.

Noch einmal herzlichen Dank für die Begleitung eines wunderschönen Urlaubs.

Mit freundlichen Grüßen Andrea Knocks, Albrecht Dreß
12.04.2010

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Sommer werde ich für mehrere Wochen zum Wandern auf die Azoren aufbrechen. Da kommt es mir natürlich sehr gelegen, dass Sie im Mai eine Überarbeitung Ihres Wanderführers für die Azoren herausbringen werden. Zu diesem Wanderführer habe ich eine Frage:
Der Tourismusverband der Azoren hat mittlerweile eine Vielzahl von Wanderwegen auf den Azoren ausgewiesen und beschildert. Auf der Internet-Seite www.trials-azores.com findet man gute Beschreibungen dieser Wege. Sind diese offiziellen Wege auch in Ihrem neuen Wanderführer enthalten?
Ich würde mich freuen wenn Sie meine Frage an den Autor, Herrn Martin, weiterleiten könnten um meine Frage zu beantworten.

Vielen Dank und viele Grüße, Daniel

Hallo Daniel,
vielen Dank für Ihre Rückmeldung.
Wie Sie inzwischen ja gesehen haben, hat sich die Öffentlichkeitsarbeit der Regierung der Azoren etwas verbessert. Auf dem angesprochenen Portal finden Sie sämtliche markierte Touren mit einem kurzen Beschreibtext, einer Karte (Auszug aus der aktuellen Militärkarte aus den Jahren 1999-2002) und einer kleinen Bilderreihe. Die Seite ist grundsätzlich was das Wegenetz angeht aktuell, nicht jedoch immer, was den Zustand der Wege angeht. So werden Warnmeldungen herausgegeben, die schon überholt sind (oder weil LKW-Verkehr aufgrund von Bautätigkeit herrscht, aber man durchaus gut laufen könnte) oder aber wiederum keine Warnmeldung, obwohl der Zustand des Wegs dennoch in Teilabschnitten kurzfristig schlecht ist (z.B. im Frühjahr, wenn die Freischneidekolonnen noch nicht durch sind). Insofern ist es durchaus ratsam, sich bei den lokalen Bewohnern bei kritischen Wegen vorher zu erkundigen, bzw. wenn man auf das Busnetz setzt, schon ein paar Tage vorher. Vor Ort bekommen Sie in den Turismos übrigens auch eine gedruckte Version der Turismo-Online-Ausgabe als Flyer auch in den Fremdenverkehrsbüros der Hauptstädte (Sie können sich das aber auch schon vorher downloaden). Bis zum Sommer sind auf Sao Miguel zudem zwei neue Wege und auf Terceira in jedem Fall ein neuer Weg zu erwarten.

Der neue Wanderführer Azoren beinhaltet grundsätzlich diese Wege, allerdings nicht sämtliche, nicht vollumfänglich und erst recht nicht in den Originalen. Der Großteil der Turismo-Wege ist auf eine Maximaldauer von 2h30 bis 3h angesetzt. Außerdem hat man bislang fast konsequent darauf verzichtet, Rundtouren zu schaffen, sehr zum Leidwesen der Urlauber, die zum Großteil mit dem Mietwagen unterwegs sind. Für Wanderfreunde ist dies allerdings meist zu kurz und zu umständlich, so dass wir einige Wege, die wir berücksichtigt haben, abgeändert, verlängert, zusammengefasst haben. Da sich das örtliche Wegenetz leider sehr schnell ändert und modifiziert (viele Wege werden gesponsort, und wenn der Sponsor nicht mehr will und kein Geld mehr fließt, gibt’s denn Weg nach 2 Jahren wieder nicht mehr), haben wir weitgehend darauf verzichtet, Querverweise anzubringen.

Mit der Buchgrundlage und den Informationen des Turismo haben Sie eine solide Grundlage, um 3 Monate auf den Azoren täglich wandern zu können. Ich denke, daß sollte Ihrem Urlaub doch genügen.

Gruß, Roman Martin
14.01.2010

Wanderung 16 im Rother Wanderführer AZOREN (2000)

Karte (Weg unten durch die Caldeira) und Beschreibung (oben über den Rand) stimmen nicht überein. Gegenüber der Zufahrt zu den Furnas (Bild) gibt es weder (wie eingezeichnet auf der Karte im Buch) eine Zugangsmöglichkeit zur Weide, noch ist dort dieses Holzgatter. Es befindet sich zwischen der Zufahrt zu den Furnas und der zur Algar do Carvao. Aber auch nicht 300 m weit weg von da wie im Text angegeben. Zudem ist es völlig verdornt. Zugang zur Caldeira ist möglich direkt gegenüber der Zufahrt zur ALGAR über den Zaun. Viele weitere Mauern und Gatter müssen überstiegen werdenund der Abstieg nach Angra ist wieder völlig verdornt und zugewachsen. So nicht durchführbar. Messpunkte auch keine gesehen.

Holger Halfmann


18.09.2009

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich benutze seit vielen Jahren Ihre Wanderführer, besitze ca. 20 Stück davon, die alle schon im Einsatz waren. Ich finde, es sind die besten Wanderführer, die erhältlich sind und es ist richtiggehend ein Auswahlkriterium für die Wahl meines Reiseziels, ob es von dort einen Rother-Wanderführer gibt. Meine Sympatie gilt sowohl der Aufmachung, als auch der Zuverlässigkeit der Beschreibungen. Insofern danke ich Ihnen, dass sie schon viele Urlaube bereichert haben!
Umso größer die Enttäuschung, dass es dieses Mal nicht geklappt hat. Vor wenigen Tagen bin ich von den Azoren zurück gekommen. Der Rother-Wanderführer hat sich als vollkommen untauglich erwiesen. Nach wenigen Tagen musste ich ihn beseite legen und auf andere Hilfsmittel zurückgreifen, etwa auf den Wanderführer von Du Mont oder auf Vorschläge aus dem Tourismusbüro. Hier meine Kritik im Detail:
-Der Führer enthält fast ausschließlich Strecken entlang von asphaltierten Straßen, oder (selten) entlang von Staubpisten, die dem öffentlichen Verkehr ohne Einschränkung zur Verfügung stehen. Dabei gibt es auf den Azoren wunderschöne Wanderpfade im Wald oder entlang der Steilküste. -Einige Wanderungen sind aufgrund von Baumaßnahmen so nicht mehr möglich oder völlig unattraktiv (Wanderungen 9, 13, 16).
-Eine Wanderung (Nr. 17) kann so noch nie möglich gewesen sein (auch nicht im Jahr 2000, als der Band erschien). Der Kraterrand ist stellenweise dicht bewaldet und so mit Unterholz verwachsen, dass ein Durchkommen ausgeschlossen ist. Aus der Höhe der Bäume ist zu schließen, dass der Wald deutlich älter als 10 Jahre ist.

Dies alles soll kein Gemecker sein. Ich werde den Rother-Wanderführern weiter treu bleiben. Einfach ein Feedback. Damit Sie, wenn Sie die demnächst wohl fällige Neuauflage ins Auge fassen, vielleicht auf einen anderen Autor zurückgreifen.

Ihnen herzliche Grüße und ein schönes Wochenende,
Andreas Köhler
21.06.2008

Sehr geehrte Redaktionsmitarbeiter,

Auf Seite 74 schreiben Sie, dass der Pico (Azoren) 2351m der zweithöchste Berg im Atlantik nach dem Pico auf den Kapverden ist. Meines Wissens ist der Pico de Teide auf den Kanaren mit 3718m noch höher und ist auch im Atlantik.Oder denke ich hier falsch.

Mit freudlichen Grüßen, W.Pretzsch
02.06.2008

Sehr geehrte Damen und Herren,

ob nun der Spessart oder die Kanaren....mehrfach haben uns die Rother-Wanderführer in den letzten Jahren begleitet, geleitet und sicher durch die endlegendsten Gebiete geführt. Nun ist es deshalb Zeit, dass auch wir unseren Teil dazu beitragen,so dass auch andere Wanderer dieses Gefühl kennenlernen. Diesmal betrifft es den Wanderführer Azoren aus Ihrem Angebot.
Er ist absolut überaltert und die meisten der Touren sind so wie beschrieben nicht mehr durchführbar. Stellvertretend für die vielen Änderungen hier ein paar Beispiele:

Insel Pico (Tour 18) Kraterbesteigung ist in 2 Stunden nicht zu machen, jedoch braucht man keinen Führer da der Weg gut erkennbar ist. Am Ausgangspunkt wird derzeit ein Infozentrum gebaut.
Insel Faial (Tour 28) Nach dem Tunnel wurde ein kleiner Miradouro gebaut. Den schmalen Pfad nach unten gibt es nicht mehr. Zudem ist es strikt verboten aus Naturschutzgründen in den Krater hinab zu steigen ( Tafel am Eingang des Tunnels weist darauf hin. Kraterumrandung ist dort beschrieben)
Insel Faial (Tour 30) Im Hafenbereich geht man die Strasse am Restaurant "Canto do Doca" einfach gerade aus ( nicht dem Wegweiser folgen !!) und man gelangt zum Strand. Die Strasse hinauf zum Aussichtspunkt ist mittlerweile geteert und das macht die Wanderung zur Kirche zu einem kleinen (Abend)Spaziergang. Oben angekommen kann man auch die Landzunge nicht mehr begehen. Links ist militärisches Sperrgebiet und rechts ist ein Privatgrundstück der staatl. Energiegesellschaft.
Insel Sao Miguel ( Tour 6 und 7 ) Die heissen Quellen unterhalb der Lagoa do Fogo erreicht man direkt von der Strasse von Ribeira Grande nach Furnas/Vila Franca do Campo. Ist gut ausgeschildert, Fussmarsch von 5 Minuten und Möven greifen einen da nicht mehr an.

Ferner haben die 3 von uns besuchten Inseln mittlerweile ein Wanderwegenetz aufgebaut, dass man in den örtlichen Postos de Turismo erklärt bekommt bzw. eine Karte mit Wegbeschreibung verlangen kann. Mit diesen Karten kann man ihren Führer sicherlich überarbeiten. Falls gewünscht könnte ich Ihnen die eine oder andere mitgebrachte zukommen lassen - man bekommt sie aber auch übers Internet in den Tourismusbüros.
Ich hoffe ich konnte Ihnen einige wertvolle Tipps schicken

Liebe Grüsse aus Würzburg, Bernd Gobernatz
20.07.2006

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir sind stolze Besitzer von einer ganzen Reihe von Rother Wanderführern und haben bisher meist gute oder sehr gute Erfahrungen damit gemacht. Der Wanderführer „Azoren“ dagegen war für uns eine herbe Enttäuschung. Wir haben heuer die Insel Sao Miguel besucht und wollten die im Buch beschriebenen Wanderungen 1 bis 10 gehen.

Dabei stellten wir fest, dass zum einen die Beschreibungen sehr ungenau (zum Beispiel bei Abzweigungen oder Wegverläufen) bzw. unvollständig sind. Zum anderen fehlen wesentliche Wandermöglichkeiten.

Im Einzelnen:
Wanderung 1: Im Text ist irreführend dargestellt, dass der Abstecher zur Ponta da Ferraria ein zusätzlicher Weg ist, der in der Zeit nicht enthalten ist und außerdem eine Sackgasse ist, d.h. man muss diesen Weg auf der Straße wieder zurückgehen bis zum Abzweigpunkt. Unabhän-gig davon ist der Wanderweg nur wenig interessant, weil er sich fast ausschließlich auf Stra-ßen bewegt. Dies wird im Text zwar angedeutet, stellt aber für uns keinen „Wanderweg“ als solches dar und sollte deshalb nicht so aufgenommen werden.
Wanderung 2: Es gibt eine schöne, nicht beschriebene, Variante, bei der man den gesamten Krater umrunden kann auf dem Kraterrand. Der erste Teil davon ist mittlerweile auch als offi-zieller Wanderweg markiert. Der Wanderweg beginnt kurz hinter dem Lago do Canario am Punkt Mata do Canario und führt mit der Markierung Nr. 4 über den Pico da Cruz auf den Kraterrand. Diesen läuft man dann auf dem Fahrweg (Schotter- bzw. Erdstraße) entlang. Nach etwa 9-10 km kann man wählen, ob man nach Sete Cidades absteigt, oder der Markierung Nr. 3 folgend weiter am Kraterrand zum Vista do Rei läuft. Wer nicht von dort mit dem Taxi zum Startpunkt zurück fahren will, kann auch der wenig befahrenen Straße entlang laufen (ca. 45-60 Minuten). Gesamtrunde etwa 20-22 km. Eine lohnende Wanderung mit phantastischen Ausblicken.
Wanderung 5: Die Strecke nach Lombadas ist eine holprige Straße. Warum werden Wande-rungen auf Straßen vorgeschlagen, wenn es auch vernünftige Wanderwege gibt? Von Lomba-das aus gibt es einen offenbar anspruchsvollen markierten Rundwanderweg (Nr. 1), der aller-dings wegen eines Erdrutsches im Juni 2006 nicht durchgängig begehbar war. Ein erstes Teil-stück davon fanden wir allerdings sehr ansprechend, fast alpin. Wanderung 6: Eine Sandgrube am Startort wie sie beschrieben wird, gibt es nicht. Der Hinweis in den Internet-Rezensionen auf die Wanderung hinunter zum Lagoa do Fogo und an dessen Rand entlang ist sehr lohnend.
Wie bereits an anderer Stelle von einem Rezensenten angemerkt, finden wir es nicht gut, wenn Bilder im Buch nicht zu den Wanderungen passen und es keinerlei Hinweise im Buch darauf gibt, wo sich dieser abgebildete Ort befindet (hier Bild S. 39; um an diesen warmen Badeplatz im Wald zu kommen muss man die Straße von Ribeira Grande zum Lagoa do Fogo befahren; es gibt dann einen Parkplatz im Wald und einen gut angelegten kurzen Weg bis zum Badeplatz).
Wanderung 8: Hier gilt die gleiche Kritik wie oben: Es handelt sich um einen Weg, der aus-schließlich auf der normalen öffentlichen Straße entlang geht und man wird laufend überholt von Autofahrern. Das ist nicht das, was wir uns unter Wandern vorstellen. (Gleichwohl ist die Aussicht von der Kirche sehr schön und der Abstecher lohnt sich.) – Auch ist der Hinweis, wo der Weg beginnt, etwas sehr ungenau gehalten. In Vila Franca do Campo gibt es im Ortszent-rum 5 Kirchen und man kann es sich heraussuchen, an welcher die Beschreibung wohl begin-nen mag. Wanderung 9: Auch hier ist der Einstieg in die Wanderung nicht gut beschrieben: Die Haupt-straße in Richtung Vila Franca do Campo führt, wenn man der Beschilderung für Autos folgt, weit durch den ganzen Ort in einer Schleife. Der direkte Weg dagegen ist eine Einbahnstraße in Richtung auf die Kirche zu, so dass man nicht erkennt, dass diese Straße als Start der Wan-derung gemeint ist. In diesem Bereich gibt es mittlerweile auch eine markierte, nummerierte Wanderung (Nr. 6, die allerdings am Ende von der Beschreibung in Ihrem Wanderführer ab-weicht und die Wanderungen 9 und 10 im Führer verbindet). – Unabhängig davon ist der Teil der Wanderung von Furnas hoch zum See nicht unbedingt der schönste Teil. Insofern bietet sich als abgekürzte Variante an, direkt am See bei den Solfataren zu parken und einfach nur die Runde um den See zu wandern.

Allgemeiner Hinweis:
Es gibt mittlerweile mindestens 18 offizielle, markierte und nummerierte Wanderwege, die auf einer Wanderkarte enthalten sind. Diese Karte und ein kurzes Infoblatt dazu kann man in manchen Touristeninfos und Hotels erhalten (z.B. in Furnas und in Vila Franca do Campo; nicht aber in Ponta Delgada). Leider sind dazu keine näheren Beschreibungen vorhanden (ge-naue Bezeichnung der Startorte, Höhenangaben, Verlauf, etc.). Alleine im Bereich von Ribei-ra Quente an der Südostküste gibt es vier solcher Wanderungen, von denen wir die Wande-rung Nr. 10 Richtung Gaiteira gemacht haben und sehr empfehlen können. Es wäre sehr verdienstvoll vom Bergverlag Rother, wenn in einer neuen Auflage des Wanderführers diese Wanderungen aufgegriffen und sinnvoll beschrieben würden. Damit könnte man als Wanderer auf Sao Miguel sicher viel anfangen. Der Wanderführer in der vorliegenden Fassung ist dagegen ziemlich unbrauchbar.

Mit freundlichen Grüßen, Angelika und Markus Hunger
08.09.2004

Sehr geehrte Damen und Herren,

zu Hannelore Schmitz' Wanderführer ´Azoren´ hier eine Reihe hoffentlich nützlicher Anmerkungen, um dieses Buch auf dem Laufenden zu halten und zu ergänzen. Ich bin im Herbst 2001 einige dieser Touren auf Sao Miguel, Graciosa und Faial nachgewandert, habe mir auch aus Teilen davon eigene Routen gebastelt und vor allem neue gefunden, die ich jetzt wiederzugeben versuche.

Sao Miguel:
zu Wanderung 2: Es gibt einen sehr schönen Weg von Ginetes bis auf den Kraterrand hinauf, so daß sich Wanderung 1,2 und 3 damit kombinieren lassen. Der Weg geht von der Inselhauptstraße bei der Abzweigung nach Lomba de Cima weg, gegenüber einer Haltebucht mit einem Hinweisschild auf BP-Gasflaschen, führt über Lomba de Cima (zunächst noch für PKW notdürftig befahrbar) bis zum Ende der Häuser und wird danach immer steiler, bleibt aber ein (ehemaliger) Fahrweg, der am Kraterrand auf die dortige Forststraße einmündet. Aufstieg eine knappe Stunde, Typ 'blau'. Von dort ist man in 15 Minuten am Vista do Rei.
Auch von dem beschriebenen Abstiegsweg vom Vista do Rei nach Sete Cidades gibt es nach 1/3 des Abstieges die Möglichkeit, den Lagoa Verde komplett zu umrunden - eine alte und ziemlich zugewucherte Straße zweigt (von oben her kommend) nach rechts zwischen zwei pfostenartigen Steinen ab. Man umrundet dabei den See auf etwa halber Höhe mit teilweise verwachsener Aussicht auf den See und kommt an der dritten Straßenkehre, die von Sete Cidades -> Vista do Rei heraufführt heraus, kurz vor dem Aussichtspunkt auf den Lagoa de Santiago. 'blau'.
Zum Lagoa de Santiago geht ein traumhaft schöner Kurzweg vom Auto-Aussichtspunkt hinunter (120 Meter Abstieg) - durch dichtes Ingwergestrüpp geht ein gut angelegter alter Fischerpfad hinunter zu einem Stein, der wohl mal als Bade- und Angelstelle gedient hat. Mit ein wenig Orientierungssinn ist der Weg recht problemlos zu begehen, Typ 'rot'. Hin und retour wegen des Bewuchses etwa eine Stunde. Unten gibt es auch noch eine flache Stelle, wo man auch mal nur mit den Füßen in den offenbar extrem tiefen Lagoa hineinlaufen kann.

zu Wanderung 6: In Ihrer Karte ist gestrichelt ein sehr schöner, am Ende mit einer Leiter entschärfter Abstieg zum Lagoa do Fogo von der ersten Aussichtskehre der Fahrstraße, auf etwa 720 Meter Seehöhe abgehend eingezeichnet, der dann um den halben See herumführt. Außer Möwen keine Geräusche - hin und zurück ca. 2 Stunden. Typ 'rot', evtl. wegen der Leiter am Ende 'schwarz'; am See unten 'blau'. Der Weg ist gezeichnet, aber nicht erwähnt und wirklich sehr schön.
Einen richtig rassigen Bergpfad kann man von Lombadas von der alten Flaschenabfüllanlage auf den Pico da Vela mit Sicht auf den Lagoa do Fogo unternehmen. Der Weg ist hervorragend markiert; man muß aber trittsicher und im oberen Teil auch wirklich schwindelfrei sein, weil es über mehrere scharfe und schmale Grate geht. Dank des rauhen Untergrundes ist der Weg aber ansonsten nicht abrutsch-gefährdet und bietet 100% Natur. Bei Regen nicht gehen - der Weg geht kurze Zeit in einem Bachbett! Hin und zurück ca. 3 Stunden. 'schwarz'

zu Wanderung 1: Es gibt einen neu angelegten Abstecher auf den Pico das Caraminhas (219 m) direkt hinter dem Ortsende von Fazendas von der Fahrstraße zu den warmen Quellen abgehend, gut markiert und mit herrlicher Aussicht. Zu Beginn etwas rutschig, dann fester. Durch leichtes Gestrüpp verlaufend. Abstecher vom Gipfel nach Westen endet im Nichts! Klasse 'rot'
Bei dem Bild auf Seite 39 fehlt der Hinweis, daß das die Caldera da Velho ist, an der man auf der Wanderung 6 nun mal nicht vorbeikommt!
Auf den Pico da Vara geht ein Weg quer über das ganze Graminhais-Plateau. Ein Zugang dazu geht vom Salto do Cavalo ab - ich bin den Weg aber aufgrund schlechten Wetters nicht gegangen; er soll mittelschwer und gut markiert sein, ca. 3 1/2 Stunden.

Graciosa:
Wanderung 35: Die Furna do Enxofre ist inzwischen fast trockengefallen; das Boot liegt hoch auf einem großen Stein. Nach Vermutung der Einheimischen u.a. ein Effekt der immer größer werdenden Bäume in der Caldera, die das Wasser zwischenspeichern. wieder an die Luft abgeben und am Versickern hindern. Der Wärter hat uns frei (auch hinter dem Seil) in der Höhle herumlaufen lassen; es roch auch kaum noch nach Schwefel; nur in einer Ecke blubberte eine einsame Fumarole.
(...)

Faial:
Wanderung 28: Der Weg um die Caldera herum ist teilweise verschlammt, aber insgesamt gut begehbar, aber der Abstieg gehört zum ohne Hilfsmittel momentan fast nicht Begehbaren. Da existiert beispielsweise auf etwa Höhe 700 Meter, also auf halbem weg nach unten, ein die ganze Wegbreite blockierender, unterhöhlter Stein, der das Weiterkommen zu einem russischen Roulette für die eigenen Knochen macht. Dummerweise ist genau diese Stelle an einem 3 Meter tiefen und etwa 80 cm breiten Hohlweg, wo man sich nirgends festhalten kann. 'sehr schwarz'

Wanderung 32/Ponta das Capelinhos: Es gibt einen interessanten Fußpfad auf den neuen Vulkan vom Endpunkt Ihrer Wanderung am Fischerhafen in direkter Sichtline zum neuen Gipfel (145 m) unterhalb des alten Leuchtturms vorbei. Auf dem Gipfel gibt es einen breiten Riß im Boden, aus dem Schwefeldämpfe aufsteigen und die einem das ungute Gefühl vermittel, auf einem Pulverfaß zu stehen. 'rot'

Wanderung 30: Der weg auf den Monte da Guia endet inzwischen kurz hinter der Kirche 'Sra. da Guia' - Absperrungen, wohl vom Miltär.

Wanderung 31: Der Aufstieg auf Ponte da Castelo Branco ist im Moment auf halber Anstiegshöhe durch eine Stufe von ca. 2 Meter Höhe, die auch noch aus bröseligem Gestein besteht und offenbar immer weiter abbricht, ziemlich lebensgefährlich. 'schwarz' bis 'harakiri' - abzuraten!

Mit freundlichen Grüßen, Reinhard Drube, Garching
08.10.2002

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich bin der D.A.V. Summit Club Wanderführer auf Mallorca und ich kenne Ihren guten Wanderführer über Mallorca. Alles stimmt. Deswegen habe ich Ihren Azoren Wanderführer für meinen Urlaub gekauft. Uber diesem Buch bin ich etwas enttäuscht und ich schicke Ihnen einige Korrekturen:

- Tour 7 (Seite 40): Wenn man die Wanderung anfängt wo es beschrieben ist, macht man die Wanderung in der umgekehrten Richtung!. Ausserdem gibt es unterwegs einige Abzweigungen die im Buch nicht beschrieben werden.
- Tour 9 (Seite 44): bei den Gehzeiten steht "Rundweg bis Campingplatz 3 Std". Der Weg zum Campingplatz beträgt höchstens 1 Stunde.
- Tour 21 (Seite 86): Der Anfang des Wanderweges ist nicht in der Aussichtspunkt Terra Alta. Man soll 100 Meter Richtung Sao Roque gehen und dort fängt den Weg an.
- Tour 22 (Seite 90): Hier steht der Satz: "Tritt man aus dem Forstpark Sete Fontes heraus, zweigen zwei Wege ...". Der Forstpark hat viele Ausgänge. Die Beschreibung ist nicht gut.
- Tour 27 (Seite 102): vor dem Sommer 2002 wurde eine breite Asphaltstrasse in Loural gebaut.
- Bild Seite 90: Das ist nicht der "Farol de Rosais" (Insel Sao Jorge) sondern der "Farol dos Capelinhos" (Insel Faial).
- Bild Seite 94: Das ist nicht die "Faja do Centeio" sondern die "Faja dos Cubres".

Ich habe auch den neuen Wanderführer über die Spanischen Westpyrenäen. Es ist ganz in Ordnung.

Mit freundlichen Grüssen, Jaume Tort
16.08.2002

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben auf Sao Miguel einige Tage verbracht und dazu ihren Wanderführer Azoren mitgenommen. Drei Wanderungen haben wir nach im unternommen und bei jeder hat etwas nicht gestimmt.
In der 1. Wanderung ihres Führers wird gesagt, dass man nach den Ställen links gehen soll. Wenn man das tut kommt man tatsächlich zum Rheumabad, aber dann muß man den inzwischen geteerten und Steilen Weg zurück und an der zweiten Abzw. schräg nach links gehen. Auch auf den Pico das Camarinhas führt ein steiler Stichweg, den man wieder runter muß, um zum Weg nach Mosteiros zu gelangen.
Bei der 3. Wanderung nach Mosteiros stimmt die Zeitangabe nicht. Wir sind gute Wanderer und brauchten über 1.30 h. Bei der 5. Wanderung stimmt nicht, dass es nur Abstieg bis Ribeiera ist, wie der Anschein erweckt wird. Es geht auf der Strasse zunächst 100 Höhenmeter aufwärts und dann erst abwärts.
Bei Wanderung 10 ist anzumerken, dass der Park in Furnass 2,74? Eintritt kostet, das wird in einem Führer von 1997 schon erwähnt. Und dann ist der hintere Eingang verriegelt wg. des Eintrittes. Besser man geht am Eingang des Parkes rechts am Park vorbei Richtung Friedhof und an dem vorbei wie beschrieben. Auch am Lagoa Secca ist die Route sehr unklar, es gibt versch. Möglichkeiten nach links abzubiegen. Wir haben zwar einen Weg gefunden, der dann durch ein Privatgelände führte zu Freude der Besitzer.
Nach diesen drei Wanderung waren wir frustriert und haben uns selber auf die Suche gemacht. Es gibt im übrigen schon markierte Wege, die sehr schön sind. z. B. wie der Weg von Mata da Canario über der Caldeirarand nach Sete Cidades (11km) mit herrlichem Blick auf Ozean und Seen.

Mit freundlichen Grüßen Peter Seibt