Leserzuschriften
Liebe Leser/innen,
An dieser Stelle werden sämtliche Leserzuschriften der letzten Jahre veröffentlicht. Damit können all diejenigen, die mit einer älteren Ausgabe dieses Titels unterwegs sind, mögliche Veränderungen und Abweichungen nachvollziehen.
Bei Neuauflagen werden die Hinweise aus Leserzuschriften selbstverständlich geprüft und gegebenenfalls berücksichtigt.
Wanderführer Salzburg, Rund um
 | 02.12.2011 |
Liebe Bergfreunde vom Rother Verlag!
Die Rother Wanderführer sind wohl die beste Erfindung seit es den Buchdruck gibt, allerdings habe ich gestern festgestellt, dass man als findiger Wanderer trotzdem aufpassen muss, und sich nicht blind verlassen kann. Zur Verbesserung Ihres Karten- und Tourenmaterials habe ich nun folgendes zu berichten:
Es betrifft den Führer „Rund um Salzburg“ von Sepp Brandl, 3. vollständige neu bearbeitete Auflage 2008, Tour Nr. 36 auf Seite 96 zum Alpbichl 1477 m.
In diesem Gebiet wurden sehr viele neue Forststraßen angelegt, die nicht einmal in meiner neuen Kompasskarte zu finden sind (eigentlich hat gar nichts zusammengepasst). Diesem Straßenbau ist die zweite Brücke, über die man auf einem scharfen Steig zur verfallenen Salzgföllalm kommen sollte zum Opfer gefallen. Sie wurde einfach abgerissen! Irrtümlich bin ich so lange weitergegangen, bis ich nach ca. 2 km zu einer Brücke bei einer Wildfütterung kam und bin dort ½ Stunde lang im steilen Bergwald auf der Suche nach einem begehbaren Steig herumgeirrt.
Es empfiehlt sich unbedingt, bei der ersten Brücke der neuen Beschilderung nachzugehen. Nach ca. 0,5 Std. Forststraße biegt man rechts auf einen bequemen, sanften Steig ab, der sich in sehr langen Serpentinen bis über die Salzgföllalm auf ca. 1000 hm zieht. Ab hier wird der Steig schmäler und steiler. Zweimal tangiert er kurz die Forststraße, ist aber mit Schildern, Steinmännern und Markierungen sehr gut erkennbar.
Der Gipfel ist über eine teils sumpfige Almwiese gut erreichbar und bietet wirklich eine grandiose Aussicht. Die Alm war natürlich am 1.12. nicht mehr bewirtschaftet und konnte also nicht getestet werden ;-)) !
Ich empfehle den Abstieg wie den Aufstieg zu machen, weil man sonst über die sehr lange Straße gehen müsste, habe mir allerdings noch nicht die Mühe gemacht das Gebiet z. B. über Google Map zu besichtigen.
Mein Pfadfindergeist ließ mir beim Abstieg keine Ruhe, und so stieg ich von oben her auf einen unmarkierten, aber gut erkennbaren Steig zur Salzgföllalm hinunter. Unterhalb dieser vermutete ich den am Morgen nicht gefundenen Steig und wollte diesen von oben herunter suchen. Am linken unteren Eck der Wiese fand ich tatsächlich ein zart erkennbares Steigerl. Dem ich ca. 30 hm bis zu einem uralten eingemoosten Steinmannerl auf einem Baumstumpf folgte. Hernach wurde es wild:
Der Steig verschwand und ich holte mir im Astgestrüpp des Windwurfs eine Schürfwunde, ehe ich entnervt den Rückzug antrat und ca. 100 hm vernichtend bis zum eigentlichen Weg wieder hinaufstieg. Kurz vor dem Parkplatz traf ich einen einheimischen Waldarbeiter, der sich amüsiert meinen Tourenbericht anhörte und sich über meinen Eifer sehr wunderte. Er pflichtete mir bei, dass meine Suche vergeblich war, denn dieser beschriebene Steig existiert nicht mehr. Er ist seit dem Windwurf und dem Abbau der Brücke verschwunden und zugewachsen. Der nette Herr gab mir zusätzlich den Tipp in dieser Gegend ausschließlich den gelben Schildern nach zu folgen, den ich zukünftig nur allzu gerne befolgen werde.
Alles in allem hatte ich trotzdem einen tollen Bergtag, der noch dazu einige Spannung bot!
Ich freue mich, wenn ich mit diesem Bericht meinen Bergkameraden helfen kann und verbleibe mit herzlichen Grüßen,
Ilse Fegg
Wanderleiterin beim DAV Freilassing
 | 04.11.2010 |
Rother Wanderführer Rund um Salzburg, Tour 36 Alpbichl
Lieber Sepp,
wir beistzen fast alle deiner Wanderbücher und sind auch schon etliche gegangen. Wir freuen uns auch, daß der Anspruch oft höher ist als der Durchschnitt. Doch nun müssen wir zur Tour 36 zum Alpbichl doch etwas anmerken, da es sehr wichtig erscheint: Die zweite Brücke über den Aubach gibt es nicht mehr (so wie die alten Eisenträger ausschauen, auch bereits etwas länger). Um die Tour doch so durchzuführen, sind wir an geeigneter Stelle etwas flußaufwärts durch das eisige Bachwasser gewatet. Durch die fehlende Brücke ist der Pfad auf der anderen Seite fast schon zugewachsen. Es gibt jedoch Spuren und auch ab und an Steinmandl. Ab der Salzgföllalm ist der Pfad dann deutlich und markiert. Die andere im Buch beschriebene Variante über die Forststraße muß nur teilweise begangen werden, da der alte Almweg über die Salzgföllalm mittlerweile als Wanderweg markiert und schöner als die Forststraße ist.
Beste Grüße, Helena und Stefan
 | 15.03.2007 |
Sehr geehrte Damen, Sehr geehrte Herren,
seit meiner frühen Jugend verwende ich Rother Berg- und Wanderführer (z.B. AV-Führer Berchtesgadener Alpen 1969 und ähnliche). Bisher konnte ich mich immer auf die Angaben verlassen - bis gestern.
Meine Frau und ich wollten gestern die Tour 6 im Wanderführer Rund um Salzburg gehen - ein Wunschdenken. Auch mußten wir einige Unzulänglichkeiten, z.T. gravierender Art, in der Tourenbeschreibung feststellen. Allerdings trifft das nur auf die ersten etwa 30 - 40 Min. der Tour zu, denn weiter kamen wir nicht.
Das Betreten des Waldes ist vom 01.02.-31.05.2007 verboten ! Ein Hinweis darauf, daß das Ziel wegen des Verbotes nicht erreicht werden kann, fehlt sowohl bei den Ww. des von Ihnen so genannten Mooswirtes noch bei der Weggabelung nach ca. 20 Min. Diese Unzulänglichkeiten haben aber nicht Sie zu vertreten. Zum einen betrachte ich es als Willkür der Forstverwaltung, den Wald generell für 4 Monate zu sperren, auch wenn nur in einzelnen Teilabschnitten gearbeitet wird, zu Anderen ist es schlichtweg eine "Sauerei" des für den Fremdenverkehr Zuständigen, nicht auf die Sinnlosigkeit des Begehens bzw. des Beginns der Tour bereits bei den Ww. hinzuweisen. Dafür mache ich Sie jedoch nicht verantwortlich, denn darauf haben Sie keinen Einfluß.
Anzulasten ist Ihnen jedoch, daß Sie z.B. für die Anfahrtsbeschreibung "landläufige" Bezeichnungen und nicht die offizielle Bezeichnung, die auf allen Hinweisschildern steht, verwenden. Wie soll ein Ortsfremder wissen, daß mit dem Mooswirt das Wirtshaus "Wasenmoos" gemeint ist ? In Ihrer Tourenbeschreibung geben Sie nach der Verzweigung nach ca. 20 Min. an, daß der Weg über Wiesen und dann im Wald verläuft. Das sorgt für einige Verwirrung, da hier eine gut ausgebaute Straße verläuft, auf der man geht. Der gravierenste Fehler ist jedoch, daß Sie nicht auf die Möglichkeit einer Sperrung durch die Forstverwaltung hinweisen. Auch fehlt für diesen Fall eine Adresse (Telefonnummer), bei der die aktuelle Situation auf eine ev. Sperrung erfragt werden kann.
Aus finanziellen und Umweltgründen fahre ich nicht "so zum Spass" mit dem Auto in der Gegend herum. Die rd. 200 km gestern waren aber "in den Sand gesetzt" - bei den jetzigen Spritpreisen und der Diskussion um den CO 2-Ausstoß nicht gerade schön.
Mit freundlichen Grüßen,
Walter Schmidt
Sehr geehrter Herr Schmidt,
Auf Seite 21 finden Sie die Telefonnummer des Fremdenverkehrsvereins von Thalgau, sicher erhalten Sie dort vor dem nächsten Besuch Auskunft über Wegeverhältnisse u.ä. (oder unter www.thalgau-tourismus.at).
Es könnte eventuell auch sein, dass die viermonatige Wegesperrung nicht nur mit Waldarbeiten zu tun hat. Vielleicht erfolgt die Sperrung auch wegen Waldbrandgefahr, die oft im Frühjahr sehr hoch ist.
 | 03.07.2005 |
Hallo,
ich finde ja den Wanderführer eigentlich ganz gut. Was aber fehlt ist die
Anreise zu den Wanderwegen ohne Auto!!!!!!
Dabei heisst es doch so schön auf Seite 12 " ...mit Rücksicht auf die
Umwelt in Gruppen oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen..."
Grüße Heike Schroeder