Leserzuschriften
Liebe Leser/innen,
An dieser Stelle werden sämtliche Leserzuschriften der letzten Jahre veröffentlicht. Damit können all diejenigen, die mit einer älteren Ausgabe dieses Titels unterwegs sind, mögliche Veränderungen und Abweichungen nachvollziehen.
Bei Neuauflagen werden die Hinweise aus Leserzuschriften selbstverständlich geprüft und gegebenenfalls berücksichtigt.
Wanderbuch Winterwandern Bayerische Alpen
 | 06.01.2011 |
Sehr geehrte Damen und Herren,
bei Tour Nr. 37 zur Rotwand wird für die Winterwanderung die Höhendifferenz mit 860 Hm angegeben. Im Buch Münchner Wanderberge ist die (Rund-)Tour zur Rotwand Nr. 44 allerdings nur mit 807 Hm angegeben, wobei die Angaben zu Talort und Gipfel jeweils identisch sind, nämlich 1090 und 1884 m. Ich möchte eine Überprüfung dieses Widerspruchs anlässlich einer Neuauflage des - ansonsten sehr nützlichen - Buchs anregen.
Für die Winterwanderung scheint mir übrigens die Zeitspanne mit knapp 3 Stunden bis zum Rotwandhaus recht großzügig bemessen (gegenüber 2 Stunden im "Sommerbuch"), da der als Rodelbahn präparierte Forstweg gut zu gehen ist. Ich war Ende 2010 dort, habe etwas über 2 Stunden bis zum Rotwandhaus gebraucht, zum Gipfel eher länger als angegeben, und komme normalerweise mit den Durchschnittszeiten gut zurecht.
Mit freundlichen Grüßen, Anja Koppold
 | 28.02.2010 |
Hallo,
ich habe am Wochenende eine Schneeschuhtour zum Krottenkopf gemacht, die auch im Buch „Bayerische Alpen – Wander- und Schneeschuhtouren“ (978-3-7633-3020-1) beschrieben ist.
Die Tour ist dort in meinen Augen richtig beschrieben, aber als „blau“ also einfach eingruppiert. Dies bezieht sich möglicherweise (wie die Überschrift, aber nicht wie die restliche Tourenbeschreibung) nur auf den Weg bis zur Esterbergalm. Der beschriebene Weg zum Krottenkopf ist definitv nicht einfach. Schon die angegebene Lände von 8:50 Stunden, rund 1400 Höhenmetern und 24 Kilometer Länge verbieten in meinen Augen diese Eingruppierung.
Meiner Ansicht nach muss die Tour als schwarz eingruppiert werden; alternativ muss deutlich klarer gemacht werden, dass sich die Bewertung der Schwierigkeit lediglich auf die Esterbergalm bezieht.
Viele Grüße, Rainer Frank
Sehr geehrter Herr Frank!
Da der Winterwanderführer viele Varianten einer Tour bietet, ist es teilweise schwierig eine übergeordnete Schwierigkeitseinteilung zu treffen. In diesem Fall bezieht sich das "Blau/Leicht" auf das Ziel Esterbergalm (dem Namen der Tour). Genauso wie bei den anderen Touren. Die Schwierigkeit bezieht sich auf den angegeben Namen /Headline der Tour. Es macht aber durchaus Sinn, im Text hervorzuheben, dass ein Weiterweg zum Krottenkopf nicht mehr als leicht einzustufen ist. Ich werde diesen Hinweis auf alle Fälle in einer kommenden Auflage berücksichtigen. Danke für den Tipp.
Birgit Gelder
 | 11.03.2004 |
Sehr geehrte Damen und Herren,
im o.g. Buch bei der Tour 3 (Hörnle, von Bad Kohlgrub aus) gibt es seit Ende 2003 eine NEUE Rodelbahn, so dass man nicht mehr auf der Skipiste runterfahren muss. Die Rodelbahn geht durch den Wald (Wanderweg/Forststraße) und ist einfach genial !!!!!!
Mit freundlichen Grüßen,
Annette Zell
 | 12.02.2003 |
Sehr geehrte Damen und Herren,
in Ihrem Wanderfüher Bayerische Alpen von Birgit Gelder wird unter der Nummer 17, auf den Seiten 66 und 67 die Wanderung zum Heimgarten beschrieben.
Ich hatte am heutigen Tage ( 12.02.03, 11:00 Uhr) erhebliche Schwierigkeiten einige Bergwanderer davon abzuhalten überhaupt eine Wanderung auf den Heimgarten zu unternehmen.
Ich halte es für äußerst gewagt die Tour zum Heimgarten in dieser Form zu beschreiben. Man muß über gute Ortskenntnisse verfügen, um überhaupt den Weg zu finden. Weiterhin bedarf es nicht nur im Bereich unterhalb des Rotwandkopfes besonderer Kenntnisse zur Lawinensituation. Oberhalb brauchen Sie nur etwas zu weit rechts kommen, und Sie erreichen zwei äußerst gefährdete Kegel, in denen immer wieder Lawinen abgehen. Hier nur von einer mäßigen Lawinengefahr zu sprechen halte ich schon fast für fahrlässig.
Ganz und gar abwegig ist es den Grat zwischen dem Herzogstand und dem Heimgarten als Winterwanderung für Geübte zu beschreiben. Selbst die Bergwacht Kochel geht diesen Weg im Winter nur in der Seilschaft und hochalpiner Ausrüstung.
Ich bitte Sie sich in die Situation hier an der Talstation zu versetzten:
Wir laufen die Wege in unserem Bereich regelmäßig und fast zu jeder Jahreszeit. Lawinen und Lawinensprengungen gehören zu unserem Tagesgeschäft. Durch teilweise jahrzehntelange Erfahrung unserer Mitarbeiter können wir die Situation vor Ort gut einschätzen.
Nun kommen zwei mittelschlecht ausgerüstete Wanderer fast zur Mittagszeit und wollen von der Bergstation über den Grat zum Heimgarten und zurück gehen. Bei einer Schneehöhe von ca. 2m im Grat und erheblichen Verwehungen. Mit einer Ausrüstung die noch nicht einmal als halb professionell bezeichnet werden kann.
Ich bin immer sehr froh, wenn die Leute von Ihrem Vorhaben erzählen und ich Sie dann doch umstimmen kann.
Wir sind zwar auf jeden Fahrgast angewiesen, aber es fällt mir schwer Personen zu befördern, die Wanderungen unternehmen wollen, die sie sichtbar überfordern.
Ich freue mich wirklich jedes Mal sehr, wenn in einem neuen Buch die Wege um den Heimgarten oder den Herzogstand erwähnt werden. Es gibt nichts schöneres als die herrliche Natur in diesem Gebiet zu genießen.
Ich bitte Sie aber die höchste Sorgfalt bei der Ausarbeitung und Beschreibung Ihrer Touren walten zu lassen. Die Leute sind im Glauben "alles was geschrieben steht ist richtig". Es bildet sich aber eine riesige Kluft zwischen dem was geschrieben steht und wie es in der Realität aussieht.
Bitte nehmen Sie meinen Brief als Anregung an. Denke Sie bitte auch an die Menschen, die Personen bergen müssen, die eventuell aufgrund ungenauer Angaben in Bergnot geraten.
Jörg Findeisen
Stellvertretender Betriebsleiter