Leserzuschriften



Liebe Leser/innen,
An dieser Stelle werden sämtliche Leserzuschriften der letzten Jahre veröffentlicht. Damit können all diejenigen, die mit einer älteren Ausgabe dieses Titels unterwegs sind, mögliche Veränderungen und Abweichungen nachvollziehen. Bei Neuauflagen werden die Hinweise aus Leserzuschriften selbstverständlich geprüft und gegebenenfalls berücksichtigt.

Alpenvereinsführer Verwallgruppe
27.08.2007

Lieber Rother Verlag

R511a: zumindest wenn man die Südliche Pflunspitze wirklich überschreitet und nicht (was eher unschön und Steinschlag gefährdet ist) westseitig umgeht, ist die Route mit II zu bewerten.

R511: die erste Platte nach der Südscharte ist ebenfalls II (wenige Meter).

R512: auch hier II. Grad an der genannten Kante - in R515 ist dies richtig bewertet (R515 vereinigt sich mit R512 vor Beginn der Schwierigkeiten).

R525: ein Verweis auf R534 wäre angebracht, da sonst der Anschein erweckt wird, der Übergang vom Pflunspitze Hauptgipfel zum Kaltenberg wäre nur im I. Grad.

R534: der Grat ist zwar sehr "hübsch" und bietet schöne Kletterei in festem Fels - aber es ist keine "Wanderung"! Eine Plattenstufe ist wohl eher im III. als imm II. Grad anzusiedeln. Keinesfals erreicht man den Gipfel auf diesem Weg irgendwie von "Osten". Man erreicht den in R531a angesprochenen "Vorgipfel", der in der Tat etwas höher als der Punkt mit dem Kreuz ist. Der Übergang von hier zum Kreuz ist schwierig.

R531: der Gletscher reicht schon seit Jahren nicht mehr zum Gipfel. Vom Gletscher führt eine brüchige Rinne zum Kreuz. Hier ist ein Fixseil angebracht, dessen Befestigung allerding sehr zweifelhaft ist. Das Seil selbst ist morsch und an einigen Stellen aufgespleist, an den letzten Metern vor dem Gletscher bereits abgerissen (d.h. von unten nicht mehr greifbar). Abklettern (bzw. Aufstieg) ohne das Fixseil ist heikel wegen des brüchigen Gesteins, II-III.

R533: "nordwestseitig" kann man hier sicher nichts umgehen (allenfalls nordostseitig oder südwestseitig)

1785, 1785a: etwas verwirrend - die eigentliche Beschreibung ist in 1785a - hier wird allerdings kaum die auffällige "Firnzunge" erreicht, sondern eine Firnrinne (oder ggf. Geröllrinne) weiter links (im Abstiegssinne). Ich bin über eine Route abgestiegen, die sich vermutlich weitgehend mit 1785a deckt, wobei ich den Satz mit dem "ersten Turm" und dem "zweiten südöstlichen Vorgipfel" immer noch nicht interpretieren kann - die 60m Platte stammt wohl noch aus Walter Pauses Buch. Das Gelände ist dort in der Tat sehr heikel - aber sicher nicht nur bei Ausaperung - da müssten schon mindestens 20 Meter Schnee liegen. Schwierigkeit ist: III, brüchig, Steinschlag. IV+ scheint mir etwas übertrieben. Wesentlich bessere Möglichkeit: (im Aufstiegssinn) noch eine Rinne weiter rechts (wo Höhenlinie 2980m der AV-Karte den Fels trifft und die Farbe wechselt). 10 Meter die Rinne hoch, dann immer leicht links halten entlang einiger Felsrippen direkt auf den aufälligen Gratkopf (hier: III, fester Fels). Evtl. kann man auch von der Firnzunge schräg nach links direkt in die Scharte vor dem Gipfelaufbau (zumindest befindet sich dort ein Abseilhaken). Man erreicht R1782 dann definitiv erst hinter P.3109 m.

Nette Grüße von Jörg